Meine erste und hoffentlich nicht letzte Ballonfahrt

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Am 09. Juli 2002 zur frühen Morgenstunde um 5:30 Uhr kamen wir zum Treffpunkt in Daun (Eifel). Nach der Begrüßung fuhren wir zum Startplatz. Wir waren 6 ballonfahrende Neulinge. Zwei junge Frauen (Schwestern) und ihr Vater, zwei junge Männer und ich (77). Die Jungen mussten helfen, den Ballon startklar zu machen. Wir Älteren hatten die schwierige Aufgabe: Alles beobachten und überwachen! Unser Pilot Sascha Dreger gab uns eine kurze und sachliche Erklärung über den Ablauf der Ballonfahrt.

Das Einsteigen in den Korb war für mich sehr schwer (Größe: 1,56m). Aber mit schieben und ziehen kam ich doch rein (beim nächsten Mal nehme ich eine kleine Strickleiter mit).

Um 6:00 Uhr war der Start! Es war wie im Fahrstuhl, langsam kamen wir höher und höher. Die Stadt Daun lag unter uns. In der Morgensonne sahen wir die Dörfer, Wälder und Felder. Die Stille wurde nur ab und zu durch den Feuerstrahl unterbrochen, der dafür sorgte, dass der Ballon nicht an Höhe verlor. Wir waren 1430m hoch.

Ein Loblied auf unseren Piloten und Reiseführer. Er hat uns das Gefühl der Sicherheit gegeben und alle Fragen wurden beantwortet. 1,5 Stunden und 15km Luftlinie sind wir mit ihm geschwebt. Südlich vom Nürburgring bei Bauler landeten wir um 7:30 Uhr sanft auf einer Wiese.

Zum Abschluss wurden wir nach alter Tradition getauft und in den ballönerischen Adelsstand erhoben. Der Taufablauf war wie folgt: Erst tranken wir ein Glas Sekt, dann wurde uns etwas Wasser in den Nacken geträufelt (krabbelt so schön den Rücken runter) und symbolisch wird eine Locke abgebrannt. Jeder erhielt eine Taufurkunde und einen Adelstitel.

Unter Ballonfahrern bin ich jetzt: Gräfin Ingrid – wagemutige Korbbegleiterin.

Es war für mich ein wunderschönes Erlebnis. Ein zwanzigjähriger Wunsch ging in Erfüllung! Ich würde es gerne wiederholen.

Ingrid
Amstelveen, Juli 2002, Niederlande

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